Stefanie Bürkle
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Berliner Tapete
Berliner Tapete Der Palast der Republik als Tapete





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Berliner Tapete 2003 - 2005
Ein Palast für Jedermann!
Was vom Palast der Republik übrig blieb, bietet die Künstlerin Stefanie Bürkle als exklusiven Wandschmuck. Rollenweise Palasttapete für jedes Wohn- und Arbeitszimmer.

Die Fassade des Palast der Republik als Tapete, rollenweise. Jeder kann sich seinen Palast als endloses Tapetenfassadenmuster an die Wand kleistern. Wie reizvoll seine Kupferglasfassade wirklich war, zeigt die Meterware von der Rolle. Die Fassaden des Neuen Berlin verstellen die Freiräume der Stadtbrachen. Die neuen Stadtwände haben die Lücken in der Blockbebauung geschlossen. Was für unsere Wohnungen die Tapeten, sind für die Stadt die Fassaden. So zeigt der öffentliche Raum das zunehmend austauschbare Gesicht des neuen Fassadendekors. Genügt von einem Gebäude, das in der Diskussion mit der ostdeutschen Identität gleichgesetzt wurde, nicht sowieso die Fassade? Mit jedem tapezierten Quadratmeter Fassadenmuster wird die Identität des Palastes als Mahnmal und Manifest umcodiert und somit vom Ballast der Palastdiskussion befreit.

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Berliner Tapete von Peter Conradi

Der ehemalige "Palast der Republik", an den Stefanie Bürkles "Berliner Tapete" erinnert, ist ein Bauwerk deutscher Geschichte. Er ist kein Glanzlicht der deutschen Architektur, so wie sein westliches Gegenstück, das ICC, das heute auch niemand mehr begeistert. Das Berliner Schloss war übrigens auch nicht "das bedeutendste Barock-Schloss nördlich der Alpen", wie uns einige der Berliner "Barock-and-Roll-Fans" erzählen wollten; es hatte einige gute, ja einzigartige Teile wie den Innenhof von Schlüter, aber insgesamt war das Schloss ein Konglomerat unterschiedlicher Bauteile und -stile, keineswegs ein Werk aus einem Guss wie etwa die Würzburger Residenz oder das Ludwigsburger Schloss.

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